UNESCO WELTERBE IN DER TÜRKEI

DIE ANTIKE STADT TROJA

Die ältesten Siedlungen in Troja, mit einer komplexen und reichen archäologischen Struktur mit mehr als 50 Schichten aus verschiedenen Epochen, stammen aus dem Jahr 3000 vor Christus. Die antike Stadt Troja, bekannt für ihren legendäreren trojanischen Krieg und trojanischen Pferd, befindet sich auf dem Hügel Hisarlik am Rande des Dorfes Tevfikiye im zentralen Distrikt von Çanakkale am Fuße des Berges Ida (Ancient Ida Mountain). Obwohl der Name der Stadt als "Troja" festgelegt wurde, was die französische Version (Troie) ist, wird von den Experten klar bemerkt, dass die korrekte Aussprache wohl jene der türkischen Trojaner ist. Es wird vermutet, dass Troja, das an Rande einer Bucht liegt, in die die Flüsse Karamenderes und Dümrek einflieβen, in den ersten Jahren seiner Gründung sehr nah am Meer lag und sich aufgrund der vom Karamendere getragenen Anschwemmungen allmählich vom Meer entfernt hat. Die Stadt, die nach Tausenden von Jahren des Krieges und der Naturkatastrophen schließlich zusammenbrach und abermals wieder aufgebaut wurde verlor nach ihrer Entfernung vom Meer langsam aber sicher ihre frühere Bedeutung und wurde verlassen.

Es ist die antike Stadt Ilayda, wo die Schlacht von Troja stattfand, um die es in den beiden Epen geht, von denen angenommen wird, dass sie aus der Feder des Homer stammen. Die meisten der im Jahre 1870 von dem deutschen Amateur-Archäologen Heinrich von Schliemann in der antiken Stadt in der Nähe des Dorfes Tevfikiye entdeckten Artefakten befinden sich heute in Deutschland und in Ruβland. Die antike Stadt gehört seit 1998 zum Weltkulturerbe und seit 1996 zum Nationalpark.

Es wird vermutet, dass die Stadt Troja in der Nähe des Meeres auf dem Hisarlık Berg am Rande einer Bucht liegt, die sich in die Dardanellen Meerenge öffnet, und in die die Flüsse Karamenderes und Dümrek flieβen. Zuerst wurde die Stadt, die wie die antiken Städte Ephesos und Milet dem Meer nahe ist, wurde als Hafenstadt südlich des Dardanellen Bosporus gegründet. Im Laufe der Zeit hat sich der Karamenderes aufgrund der Schwemmung, die er an die Küste trägt, vom Meer entfernt und seine Bedeutung verloren. Daher wurde sie nach zahlreichen Naturkatastrophen und Angriffen nicht verteidigt sondern aufgegeben und verlassen.


Die ersten Kommentare über das Befinden der antiken Stadt Troja in Hisarlık wurden 1822 vom Schotten Charles MacLaren gemacht. Die erste archäologische Untersuchung wurde von Frank Calvert, den Briten in den Jahren 1863-1865, durchgeführt, der feststellte, dass es in der Gegend einen Hügel geben könnte. Aber die Gewissheit und weit verbreitete Anerkennung der Idee, dass diese Stadt Trojar war, war das Ergebnis von Ausgrabungen des Deutschen Heinrich Schliemann. Heinrich Schliemann, der ursprünglich Kaufmann war, hat die ersten umfangreichen Ausgrabungen in Hisarlık gemacht und die Sammlung "Troika Treasure" oder "Priamos Treasure" gefunden. Da Schliemann nicht archäologischen Ursprungs war, wurden die Ausgrabungen dieser Zeit nicht ausreichend ausgewertet und führten zur Zerstörung vieler anderer archäologischer Funde. Viele Erkenntnisse wurden auch im Ausland gemacht.

Der Architekt Wilhelm Dörpfeld unternimmt, nach Schliemanns Tod, Ausgrabungen zwischen den Jahren 1893-1894. Die Erfassung der geschichteten Struktur der Stadt gehört Dörpfeld. In den Überresten der antiken Stadt wurde festgestellt, dass die Ausgrabungen in späteren Zeiten durchgeführt wurden und dass die Stadt sieben Mal - in verschiedenen Perioden - am selben Ort gegründet wurde, und 33 Schichten aus verschiedenen Epochen aufweist. Um diese komplexe historische und archäologische Struktur der Stadt leichter untersuchen zu können, sind neun Hauptdivisionen, die wiederum in römischen Zahlen ausgedrückt sind, nach den historischen Epochen der Stadt angeordnet.

Heinrich Schliemann nahm den in Troja gefundenen Schatz zuerst nach Griechenland und dann nach Deutschland. Im Neuen Museum in Berlin werden schätzungsweise 480 Trojanische Artefakte in den in den Sälen Nr.: 103 und 104 ausgestellt. Da diese Kollektion im II. Weltkrieg verloren ging, sind einige der ausgestellten Artefakte eigentlich Kopien ihrer Originale. Am Ende des II. Zweiten Weltkriegs werden die trojanischen Artefakte aus Russland, die in Berlin aufbewahrt wurden, seit 1996 im Puschkin-Museum in Moskau ausgestellt.


Odysseus, der König der Akhalis, macht einen Plan, als er die Stadt nicht einnehmen kann. Er bereitet ein großes hölzernes Pferd vor und schleicht sich mit seinen Elite-Soldaten hinein. Sie täuschen einen Rückzug vor, segeln mit den Schiffen und entfernen sich. Überrascht von diesem Rückzug und dem hinterbleibenden Holzpferd nähern sich die Trojaner zum Pferd. Dieses Pferd wurde den Trojanern als Kriegsgeschenk überlassen. Die Trojaner freuen sich und nehmen dieses Pferd mit hinein in den Turm. Krieger, die den Rückzug des Feindes feiern, werden in der Nacht von den Akhalı-Kriegern überrascht, die sich zuvor in das Innere des Holzpferdes verschanzt hatten, auf diese Weise gelint es ihnen einen Teil des Turmes zu erobern. Während dieser Zeit werden die anderen Armeen, die sich auf die Schiffe machten um den Anschein erweckten, sich entfernt zu haben in den Turm aufgenommen, und die Stadt der Trojaner wird von ihnen niedergebrannt. Menelaos jedoch nimmt seine Frau Helen und kehrt in ihr Land zurück. Die Geschichte des Trojanischen Pferdes ist der wichtigste Faktor für die Anerkennung der Stadt als antike Stadt.

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TROJA

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