UNESCO WELTERBE IN DER TÜRKEI

Die historischen Sttten von Istanbul

Die historischen Sttten von Istanbul

Die aufgrund ihrer historischen StŠtten im Jahr 1985 in die UNESCO-Liste der Welterben aufgenommene Stadt Istanbul war wegen ihrem strategischen Standpunkt zwischen Europa und Asien und aufgrund des Standpunktes aus bedeutenden Wasserstrassen Ÿber viele Jahrhunderte weg immer ein bedeutender Siedlungsort gewesen. Der im Norden mit dem Goldenen Horn, im Osten mit dem Bosporus und im SŸden mit dem Marmara-Meer umzingelte Abschnitt der im 7. Jahrhundert v. Chr. gegrŸndeten Stadt Istanbul wird als ãhistorische HalbinselÒ bezeichnet.

Die historische Halbinsel, die das Zentrum der Stadt bildet, die als Hauptstadt gro§er Kaiserreiche wie das Ršmische, das Byzantinische und das Osmanische diente, ist von gro§er Bedeutung, da sie prŠchtige Merkmale verschiedenen Kulturen, Religionen und Gesellschaften innerhalb einer einzigartigen Geographie vereint. Die sowie auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet als auch in kulturellen und kŸnstlerischen Bereichen Ÿber Generationen hinweg als aktives Zentrum dienende Stadt Istanbul ist mit zahlreichen DenkmŠlern und Kunstwerken ausgestattet.

Das urbane archŠologische Schutzgebiet der Blauen Moschee und deren Umfeld umfasst das Hippodrom (Pferdeplatz), die Moschee Hagia Sophia, die Hagia Irene (auch Irenenkirche), die Kleine Hagia-Sophia-Moschee und den Topkapõ Palast. Die sich im Schutzgebiet der Moschee Suleymaniye und deren Umfeld befindende Moschee SŸleymaniye wurde in den Jahren 1551-1557 im Auftrag des Sultan SŸleyman dem PrŠchtigen erbaut. Die Moschee, die die Gestalt der historischen Halbinsel hervorhebt, ist ein Werk des Architekten Sinan. Die Moschee Zeyrek, nach welcher das Schutzgebiet der Moschee Zeyrek und deren Umfeld benannt wurden, diente vor der Eroberung von Istanbul als Pantokrator MŸnsterkirche und wurde durch Sultan Mehmet II in eine Medrese umgewandelt. Nach Vollendung des Fatih Komplexes und nach der Eršffnung der Medresen wurde sie als Moschee genutzt. Die die historische Halbinsel umzingelnden Stadtmauern sind ebenfalls in der UNESCO-Liste fŸr Welterben eingetragene, schutzbedŸrftige StŠtten von Istanbul. Istanbul ist ein Freilichtmuseum, dass die schšnsten Werke der ršmischen, byzantinischen und osmanischen Architektur in sich verbirgt.

Istanbul war die Hauptstadt von drei der grš§ten Kaiserreiche der Welt, nŠmlich dem Ršmischen Reich, dem Byzantinischen Reich und dem Osmanischen Reich. Mehr Ÿber tausend 600 Jahre hinweg haben mehr als 120 Kaiser und Sultane hier geherrscht. Die zuvor als ÒByzantionÓ bezeichnete Siedlung wurde im Jahr 330 mit dem Namen des damaligen Kaiser Konstantin von Rom umbenannt in ÒKonstantinopolisÓ. Nachdem sich das Ršmische Reich in 395 in zwei gespalten hat, wurde die Stadt die Hauptstadt des Byzantinischen Kaiserreichs, bekannt als das Ostršmische Reich. Mit der Eroberung von Istanbul im Jahr 1453 durch Fatih Sultan Mehmet begann eine neue geschichtliche Periode. Die als Hauptstadt des Osmanischen Reiches dienende Stadt Istanbul hatte in den 16. Und 17. Jahrhunderten als Politik- und Handelszentrum ihre prŠchtigsten Zeiten erlebt. Die zum Ende des 17. Jahrhunderts mit einer Einwohneranzahl von 800 Tausend Menschen Gro§stŠdte wie London und Paris weit Ÿberholende Stadt Istanbul hat auch aus ethnischer und religišser Sicht viel Unterschiedlichkeiten der Einwohner zu bieten. Durch die Ausrufung von Ankara am 13. Oktober 1923 zur Hauptstadt der Republik TŸrkei hat Istanbul zwar ihre Bedeutung als Politikzentrum verloren, setzt jedoch ihre Eigenschaft als wichtiges Handelszentrum seit der Geschichte bis zum heutigen Zeitpunkt weiterhin fort.

Das Gebiet setzt sich in sich aus zwei Abschnitten zusammen, wovon ein Abschnitt das Gebiet der Mauer Sur-i Sultani umfasst, in welchem sich der Topkapõ Palast šstlich der Halbinsel auf dem HŸgel Sarayburnu befindet, und das andere Gebiet als Sultan Ahmet-Gebiet bezeichnet wird. Die Ostgrenze bildet der KŸstenwall des Marmara-Meeres. Die Westgrenze des Gebiets beginnt im Norden mit der Mauer Sur-i Sultani und erstreckt sich in Richtung SŸden zum KŸstenwall des Marmara, wobei auch die Kleine Hagia Sophia miteingeschlossen wird. Diese wŠhrend der byzantinischen Zeit sich mit zahlreichen bedeutenden Projekten anreichernde Region hatte als Standpunkt des Kaiserpalastes und der Hagia Sophia nicht nur im Sinne der Stadt, sondern auch im Sinne des Staates und daher auch im Sinne der naheliegenden Geographie eine hervortretende Bedeutung als Zentrum. Das sich vor der Hagia Sophia auf der Divanyolu Stra§e befindenden Million-Denkmal ist der Anfangspunkt der sich von Istanbul nach Rom erstreckenden Route Via Egnatia. Diese Route hat zwischen der šstlichen und der westlichen Welt eine Wechselwirkung von militŠrischen-politischen, religišsen-kulturellen Beziehungen gewŠhrleistet.

GALERIE

Die historischen Sttten von Istanbul
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Die historischen Sttten von Istanbul

NOMINIERUNG

Yildiz Palastkomplex

NOMINIERUNG

Nuruosmaniye-Komplex