UNESCO WELTERBE IN DER TÜRKEI

SAFRANBOLU

SDie Stadt Safranbolu, die bis heute das Osmanische StŠdtedoktrin aus dem 18. und 19. Jahrhundert bewahrt hat, wurde am 17.12.1994 in die UNESCO Weltkulturerbeliste aufgenommen. Safranbolu ist eine Vorzeigestadt, die alle Merkmale der traditionellen TŸrkischen Gesellschaft widerspiegelt und das kulturelle Erbe in der gesamten Region bewahrt hat, welches in ihrer langen geschichtlichen Vergangenheit entstanden ist. Die historische Stadt Safranbolu liegt an der Stra§e, die die SchwarzmeerkŸste mit West-, Nord- und Zentralanatolien verbindet und ist aufgrund Ihrer geografischen Lage seit der Antike bewohnt. Safranbolu, das seit Beginn des 14. Jahrhunderts von TŸrken beherrscht wird, war vor allem im 18. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum des Handelsverkehres zwischen Asien und Europa. Diese Stadt befindet sich in der UNESCO-Weltkulturerbeliste und ist ein unberŸhrtes Beispiel tŸrkischer StŠdtegeschichte als eine der seltenen Standorte, mit hšlzernen FachwerkhŠusern und monumentalen Strukturen. Wie viele andere Anatolische StŠdte ist auch Safranbolu reich an geschichtlicher Vergangenheit. Safranbolu liegt innerhalb der Grenzen der Region Paflagonia, benannt nach dem Heldenepos Ilias, die dem Dichter Homer zugeschrieben werden, dem Ionier, der im antiken Griechenland lebte. Demzufolge kann man sagen, dass die Šlteste bekannte Geschichte von Safranbolu auf 3000 v. Chr. basiert. Die verschiedenen HŸgelgrŠber (Tumulus) in der Stadt zeigen, dass die Ansiedlung von Menschen in der Region auf die Šltere Geschichte zurŸckzufŸhren ist.

Die HŠuser von Safranbolu sind die wichtigsten Bausteine, die sich Ÿber Jahrhunderte gebildet haben und die der heutigen tŸrkischen Stadtkultur erhalten geblieben sind. Im Stadtzentrum gibt es ungefŠhr 2000 traditionelle TŸrkische HŠuser, die im 18. und 19. Jahrhundert sowie Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurden. Etwa 800 dieser Werke stehen unter Denkmalschutz. Safranbolu-HŠuser sind in zwei verschiedenen Stadtteilen gruppiert zu sehen. Die erste, ist unter dem Namen "?ehir" [Stadt] bekannt und wird im Winter genutzt, die zweite ist unter "Ba?lar" [Weinberge] bekannt und wird als Sommersitz genutztÉÉ Die ÔÕStadtÕÕ besteht aus der Festung, in der sich das Verwaltungszentrum befindet, dem Basar, in dem sich das Einkaufszentrum befindet, den Vierteln Akasu, GŸmŸ?, Musalla, Kale Altõ und Tabakhane, in denen sich die HŠuser befinden. Dieser Bereich ist vor den negativen Auswirkungen des Klimas geschŸtzt und befindet sich im inneren von zwei tief liegenden TŠlern. Hier sind die HŠuser dicht beieinander und die Stra§en sind eng. Der Teil ÔÕWeinbergeÕÕ liegt einige hundert Meter hšher, ist luftig und grossflŠchiger. Fast jeder hat ein Winter- und ein Sommerhaus.Die Einheimischen leben im Winter in der Stadt, und mit der ErwŠrmung des Wetters siedeln sie im Sommer in den Sommersitz um. Doch der Produktions- und Handelsverkehr in der ÔÕStadtÕÕ lŠuft im Sommer genauso weiter


Alle HŠuser im Zentrum werden je nach Ihren Gegebenheiten in šffentliche GebŠude, religišse Einrichtungen und Monumente umgewandelt. Der Landschaftsausblick bleibt offen, egal aus welchem Haus geschaut wird. Bei Nahaufnahmen sind die HŠuserfassaden nicht ersichtlich, bei Fernaufnahmen liegen die Fassaden auseinander und sind reihenfolgend. Die Hauptstrasse im Zentrum der Stadt und alle Gassen, Wege und Parallelstrassen bestehen aus Granitsteinen. Die Standorte von DenkmŠlern und deren Hšfe sind ebenfalls aus Granitsteinen. Die bestehende Steinbeschichtung reguliert die Feuchtigkeit optimal, ist widerstandsfŠhig gegen Hochwasser und sorgt fŸr ausreichende Wasseraufnahme der BaumwurzelnÉ. Safranbolu-HŠuser sind die besten Beispiele der traditionellen TŸrkischen Architektur. Es gibt drei grundlegende Faktoren, die die Grš§e und Form eines Safranbolu-Hauses bestimmen; Gro§familienstruktur, regnerisches Klima, kultureller und materieller Reichtum.


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SAFRANBOLU