UNESCO WELTERBE IN DER TÜRKEI

Der Nationalpark Goreme und Kappadokien

Der Nationalpark Goreme und Kappadokien

Der historische Nationalpark Gšreme befindet sich innerhalb der Grenzen der Provinz Nevsehir in Zentralanatolien. Der Nationalpark liegt nahe dem Berg Hasan / Erciyes-Gebirge, im vulkanischen Gebiet von Zentralanatolien. Das Gebiet besteht aus Plateaus, Tiefebenen, kleinen Alpenpflanzen, hohen HŸgeln, Schwemmland und FlusstŠlern, DrŠnagebecken und die in den TŠlern durch Erosion entstandenen SteilhŠnge und voneinander getrennten Hochebenen. Die gro§en vulkanischen Kegel der Berge Erciyes und Hasan, ein Teil vom nšrdlichen Halys- [Kõzõlõrmak-] Tal, und erodierte teilweise mit Basalt bedeckte Tuffbecken beherrschen das Landschaftsbild.

Das Nationalparkareal: Die aus vulkanischen Tuffsteinen entstandene beeindruckende Landschaft, mit der byzantinischen Kirchenarchitektur und der religišsen Kunst in der Geschichte demonstriert einen wichtigen Meilenstein einer €ra. Aufgrund der Gegebenheiten der Region waren die Einheimischen von den Auswirkungen der Kriege und der AutoritŠt der Zentralregierungen verschont geblieben. Die weite Entfernung zu den Hauptverkehrsstrassen und das HšhengelŠnde machten es fŸr diejenigen, die sich verstecken oder sich aus religišsen GrŸnden zum Beten zurŸckziehen wollten, zu einem geschŸtzten Ort. Das Klosterleben begann am Ende des 3. Jahrhunderts und Anfang des 4. Jahrhunderts und verbreitete sich schnell. Klšster, Kirchen, Kapellen, SpeisesŠle und Mšnchszellen, LagerhŠuser und Weinherstellungsgebiete wurden in die Felsen gehauen und mit Fresken [WandgemŠlden] geschmŸckt. Im Nationalpark Gšreme gibt es die Siedlungen †rgŸp, Avcõlar, Uhisar, ‚avusini und Yeni Zelve; diese spiegeln die historische Landwirtschaft und das Dorfleben wieder, und reprŠsentieren die naturbelassene Vergangenheit in ihrer Gesamtheit.

Wie oben beschrieben: Die einzigartige geomorphologische Formation von Gšreme, der visuelle Wert der Šsthetischen Landschaftsstruktur und ihre historische und ethnologische Struktur sind die Highlights des Ressourcenreichtums des Nationalparks. Mit all diesen Eigenschaften wurden der Nationalpark Gšreme und Kappadokien im Jahre 1985 als Natur- und Kulturerbe in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen. Die Feenkamine [Peribacalarõ], die aus vulkanischem Tuff bestehen, bilden die einzigartige Landschaft; Interessant ist auch die Kirchenarchitektur im byzantinischem Reich und die religišse Kunstgeschichte.

Die Region Kappadokien ist ein Ort, wo die Natur und die Historie zusammenschmelzen. Durch die geografischen Ereignisse sind die Feenkamine [Peribacalarõ] entstanden; die Menschen haben diese Feenkamine in HŠuser und Kirchen umgewandelt und die WŠnde mit Fresken geschmŸckt; das sind historische Spuren, von Tausenden von Jahren alten Kulturen, die bis heute erhalten geblieben sind. Die Ansiedlung von Menschen erstreckt sich bis zur Altsteinzeit; die Niederschrift der Geschichte von Kappadokien beginnt mit den Hethitern. Kappadokien ist eine der wichtigsten Kreuzungen der Seidenstra§e, die im Laufe der Geschichte Handelskolonien beherbergt und eine kommerzielle und soziale BrŸcke zwischen den LŠndern gebildet hat.

Im 3. Jahrhundert n. Chr. Kommen Christen nach Kappadokien und die Region wird zu einem Zentrum der Bildung und der Gesinnung fŸr sie. In den Jahren 303-308 nahm die UnterdrŸckung der Christen zu. Aber Kappadokien ist ein Ort, der idealen Schutz vor UnterdrŸckung und zur Verbreitung der Christlichen Lehre bietet. Tiefe TŠler und SchutzhŸtten in vulkanischen weichen Felsen bieten einen sicheren Schutz vor den ršmischen Soldaten. SpŠter, im 4. Jahrhundert ist die Zeit, wo die Menschen ÔÕVŠter von KappadokienÕÕ genannt werden. Mit dem Verbot von Ikonen, durch Leon dem III., erreicht die Region ihren Hšhepunkt. Angesichts dieser Situation beginnen einige IkonenbefŸrworter, in die Region Zuflucht zu nehmen. Die Ikonoklasmusbewegung dauert mehr als hundert Jahre (726-843). Obwohl zu dieser Zeit einige kappadokische Kirchen vom Ikonoklasmus beeintrŠchtigt waren, konnten die IkonenbefŸrworter ihre religišsen Rituale ungestšrt fortsetzen. Zu dieser Zeit haben sich die Klšster in Kappadokien vermehrt und deutlich weiterentwickelt.

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Der Nationalpark Goreme und Kappadokien
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Goreme und Kappadokien

NOMINIERUNG

HACI BEKTAŞ-I
VELİ